SJT SOLUTIONS GmbH

Brauchen wir noch einen eigenen Server, oder geht alles in die Cloud?

Die ehrliche Antwort ist fast immer eine Mischung. Welche, hängt an eurem Alltag.

Für reine Büroarbeit reicht heute oft die Cloud, meist in Form von Microsoft 365. Sobald Maschinen, ein Lager, Branchensoftware mit eigener Datenbank oder große Dateien im Spiel sind, bleibt häufig ein Teil im Haus. Die ehrliche Antwort ist fast immer eine Mischung. Und den Ausschlag gibt meist nicht der Preis, sondern die Frage, was bei euch noch geht, wenn das Internet für einen halben Tag weg ist.

Was mit „Cloud" gemeint ist

Drei Dinge, die gern in einen Topf geworfen werden:

  • Fertige Programme aus dem Netz, etwa Microsoft 365, Online-Buchhaltung oder ein Webshop-System. Ihr nutzt die Software, der Anbieter kümmert sich um den Betrieb.
  • Gemietete Server im Rechenzentrum, auf denen ihr eure eigene Software betreibt. Die Hardware gehört dem Anbieter, der Rest bleibt eure Aufgabe.
  • Der eigene Server im Haus, heute meist virtualisiert, also mehrere getrennte Systeme auf gemeinsamer Hardware. Mehr dazu unter Virtualisierung im Mittelstand.

Was für die Cloud spricht

  • Keine eigene Hardware, die altert, kaputtgeht und alle paar Jahre ersetzt werden muss
  • Arbeiten von überall, ohne dass jemand einen Fernzugang ins Firmennetz baut
  • Wachsen ohne Umbau. Ein neuer Arbeitsplatz ist eine weitere Lizenz, kein Projekt
  • Rechenzentren mit Notstrom und Redundanz, die sich ein Betrieb allein kaum leisten würde

Was man vorher wissen sollte

  • Die Kosten laufen dauerhaft. Was im ersten Jahr günstig wirkt, zahlt ihr jeden Monat weiter, und es wächst mit jedem Nutzer und jedem Gigabyte.
  • Die Leitung wird zum Nadelöhr. Ohne Internet kein Zugriff. Für ein Büro ist das ärgerlich, für eine Werkstatt oder ein Lager mit Scannern kann es Stillstand heißen.
  • Die Sicherung bleibt eure Sache. Wie das bei Microsoft 365 genau aussieht, steht auf unserer Seite zu Microsoft 365.
  • Der Weg zurück ist schwerer als der Weg hinein. Wer seine Daten in einem Dienst hat, sollte vorher wissen, wie er sie wieder herausbekommt.
  • Wo die Daten liegen, kann für manche Branchen und Kundenverträge eine Rolle spielen.

Wie die Aufteilung oft aussieht

Bei vielen unserer Kunden hat sich eine Mischung bewährt: E-Mail, Kalender und die alltägliche Zusammenarbeit in Microsoft 365. Die Warenwirtschaft, CAD-Daten oder die Maschinensteuerung auf einem Server im Haus. Und die Sicherung von beidem an einem dritten Ort, außerhalb von Cloud und Firmengebäude.

Vier Fragen, bevor ihr entscheidet

  1. Was steht still, wenn das Internet einen halben Tag ausfällt? Und was kostet euch dieser halbe Tag?
  2. Wie groß sind die Dateien, die täglich hin- und hergehen? Zeichnungen, Fotos, Videos und Messdaten fühlen sich über eine Leitung anders an als über das Netz im Haus.
  3. Unterstützt der Hersteller eurer Branchensoftware den Betrieb in der Cloud wirklich, oder duldet er ihn nur?
  4. Wo steht ihr in fünf Jahren? Mehr Standorte, mehr Arbeitsplätze, mehr Leute unterwegs? Die Entscheidung von heute sollte das aushalten.

Wenn eine Entscheidung ansteht, ist die Infrastrukturanalyse der sauberste Anfang. Was wir auf beiden Seiten betreiben, steht unter IT-Infrastruktur.

Kurz beantwortet

Ist die Cloud günstiger als ein eigener Server?

Am Anfang meistens, weil keine Hardware gekauft werden muss. Über mehrere Jahre kommt es auf die Zahl der Nutzer und die Datenmenge an: Die monatlichen Kosten laufen dauerhaft weiter und wachsen mit. Wer vergleicht, sollte fünf Jahre rechnen, nicht eins.

Sind unsere Daten in der Cloud automatisch gesichert?

Nein. Die Anbieter sorgen dafür, dass ihr Dienst läuft. Für eure Inhalte seid ihr selbst zuständig, auch bei Microsoft 365. Versehentlich gelöschte Dateien oder ein verschlüsseltes Postfach holt euch ohne eigene Sicherung niemand zurück.

Ab wie vielen Mitarbeitern lohnt sich ein eigener Server?

Die Zahl der Mitarbeiter ist selten der Maßstab. Entscheidend ist, was ihr betreibt: Branchensoftware mit lokaler Datenbank, große Dateien, Maschinen oder Geräte im Netz sprechen für einen Teil im Haus. Ein reines Büro mit E-Mail und Office kommt oft ohne aus.